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Das FranziskusForum "Hoher Blutdruck"

01.07.2010

informierte über Ursachen, Folgen sowie allgemeine und medikamentöse Therapiemaßnahmen.

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Das FranziskusForum Rücken- und Beinschmerzen

28.04.2010

informierte mit großem Erfolg über Ursachen und Therapie.

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01.07.2010 - Das FranziskusForum "Hoher Blutdruck"

informierte über Ursachen, Folgen sowie allgemeine und medikamentöse Therapiemaßnahmen.


FranziskusForum "Hoher Blutdruck"

Beim aktuellen FranziskusForum informierten Experten aus dem St. Franziskus-Hospital und dem FranziskusCarré über Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten von „Hohem Blutdruck“. Präsentiert von den Westfälischen Nachrichten als Medienpartner wurde diese Volkskrankheit aus verschiedenen Fachdisziplinen beleuchtet. Die rund 150 Gäste nutzten die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit den Experten. In einer regen Diskussion und in anschließenden Einzelgesprächen wurden die persönlichen Fragen der Besucher diskutiert.

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Dr. Manfred Felsch informierte die rund 150 Besucher über mögliche Auswirkungen dauerhaft erhöhten Blutdrucks.

Freuten sich über den großen Erfolg der Veranstaltung (v.l.): Dr. Klaus Frerker, Matthias Waltermann, Dr. Ulrike Teßarek, Dr. Martin W. Baumgärtel, Dr. Thomas Pöppelmann, Raphael Everding, (vorne): Tim Hölting, Dr. Manfred Felsch

Durch die zweistündige Veranstaltung führte Professor Dr. Michael Möllmann, Ärztlicher Direktor des St. Franziskus-Hospitals. Nach dessen Begrüßung erklärte Dr. Thomas Pöppelmann aus der Nephrologischen Gemeinschaftspraxis, was grundsätzlich unter der Diagnose „Hoher Blutdruck“ zu verstehen ist und beleuchtete die Ursachen dieser Volkskrankheit. So leiden ca. 50 Prozent aller über 55-Jährigen an zu hohem Blutdruck, wobei in den meisten Fällen die konkreten Ursachen nur schwer zu klären sind, da unterschiedliche Faktoren wie z.B. Übergewicht, Ernährung oder genetische Grundlagen zusammenwirken. „Nur bei fünf bis zehn Prozent der Patienten sind die Beschwerden organisch bedingt, wobei Erkrankungen der Niere hier die Hauptrolle spielen“, erläutert der Experte und betont die Bedeutung einer gründlichen Ursachenklärung im Vorfeld einer medikamentösen Behandlung.

Dr. Manfred Felsch aus der Kardiologischen Praxis im FranziskusCarré referierte über die Auswirkungen dauerhaft erhöhten Blutdrucks auf das Herz. Der hohe Blutdruck führt zu einer Verdickung der Herzmuskulatur und Schädigung der Gefäßwände. Hierdurch werden das Auftreten von Herzinfarkt, Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen begünstigt. Als besondere Rhythmusstörung erläutert der Kardiologe das weit verbreitete Vorhofflimmern. Hieraus ergeben sich häufig Blutgerinnsel, welche die Arterien verstopfen und zu einem Schlaganfall führen können.

„In Münster erleiden ca. 400 bis 600 Personen jährlich einen Schlaganfall, bundesweit sind es sogar 200 000 bis 250 000 Menschen“, verdeutlichte Dr. Klaus Frerker, Leitende Arzt der Abteilung für Neurologie im St. Franziskus-Hospital, die Ausmaße dieser Erkrankungen und deutete den Bluthochdruck als wichtigsten Risikofaktor. Darüber hinaus gilt auch der Zusammenhang zwischen Demenz und Bluthochdruck als gesichert: „Bis zu 25 Prozent der diagnostizierten Demenzen in Westeuropa haben durchblutungsbedingte Ursachen.“, führt der Neurologe weiter aus. Ein gesunder Lebensstil mit blutdruckschonendem Essen und regelmäßiger Bewegung könne jedoch vor einer Demenzerkrankung schützen.

Dass eine gesunde Ernährung lecker und abwechslungsreich sein kann, verdeutlichte das Team der Diätküche in einer schmackhaften Pause und verteilte kleine Snacks an die Besucher

Anschließend vertiefte Raphael Everding, Leiter der Diätküche im St. Franziskus-Hospital, diese praktischen Erfahrungen durch Fachwissen. Er gab Empfehlungen für die tägliche Ernährung, um dauerhaft erhöhtem Blutdruck vorzubeugen. So rät der Diätassistent u.a. auf das eigene Körpergewicht zu achten, die Verwendung von Kochsalz einzuschränken, und auf eine ausreichende Versorgung mit Kalium zu achten sowie „gute und schlechte Fette“ voneinander zu unterscheiden. 

Neben der Ernährung spielt die Bewegung und Entspannung des Körpers bei der Prävention von Bluthochdruck eine große Rolle. Tim Hölting und Matthias Waltermann erklärten in ihren Vorträgen die große Bedeutung dieser beiden Aspekte. So kann regelmäßige Bewegung zur Senkung des Blutdrucks beitragen, „allerdings sind nicht alle Aktivitäten gleichermaßen geeignet und von intensivem Kraftsport oder Wettkampfsport ist hierfür eher abzuraten“, sind sich die Therapeuten der TheraNet Westfalen einig und ergänzen: „Ebenso können auch Entspannungsmaßnahmen wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung den Blutdruck bedeutsam senken. Langzeiteffekte können schon nach drei bis vier Wochen auftreten“.

Wenn Allgemeinmaßnahmen und Ernährungsumstellung alleine nicht ausreichen, wird eine frühre Kombinationstherapie aus niedrig dosierten Hochdruckmedikamenten empfohlen. Dr. Martin W. Baumgärtel erläuterte Bewährtes und Neues aus der Therapie. So hinterfragte der Chefarzt der I. Medizinischen Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten Therapieerfolge neuer Medikamente: „In den nächsten zwei bis drei Jahren haben wir hier aber nichts hoffnungsvolles zu erwarten. Es fehlen noch die Langzeiterfahrungen.“ Auch bei therapieresistentem Bluthochdruck gibt es neue Behandlungsmöglichkeiten: „Die Blutdruckimpfung hat sich hier als nutzlos erwiesen. Bei einem implantierten Blutdruckschrittmacher sowie der Katheterverödung der Nierennerven gibt es gute Behandlungserfolge, aber auch hier sind die jeweiligen Risiken und  evtl. Langzeitkomplikationen ganz genau zu beobachten“, fasst der Hochdruck-Spezialist die aktuellen Forschungen zusammen.

Rezepte für Brotaufstriche ohne Salz

 

Thema-Vorschau

FranziskusForum „Schnarchen, Schlaf- und Atemstörungen“, Mittwoch, 29. Sept. 2010




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